Obwohl ich seit vielen Jahren sehr auf meine digitale Unabhängigkeit achte, gibt es immer noch den einen oder anderen BigTech-Dienst, den ich aus einer seltsamen Melange von Gewohnheit, Faulheit und Dummheit mitschleife. Genau aus diesem Grund gibt es Abo-Modelle.
Zum DI-Day, dem Digital Independence Day1 habe ich mir für heute mein Amazon Audible Premium-Abo vorgenommen und berichte stolz von der Kündigung.
Was ist der DI-Day? Am ersten Sonntag eines Monats nimmt man sich etwas Zeit und reduziert seine Abhängigkeit und Nutzung von BigTech-US-Plattformen. Der Autor Marc-Uwe Kling hat ein schönes Erklärvideo erstellt.2 Das Konzept wurde unlängst auf dem 39C3 Kongress vorgestellt.3
Die nachfolgenden Bilder dokumentieren die Darkpattern, die einfach nur noch miserabel verzweifelt aussehen. Seriously?
Kündigung des Ansible-Premium-Abo-Accounts in 7 Schritten
Der Kündigungsbutton befindet sich ganz am Ende der Seite nach einer seitenlangen Werbeorgie, durch die man sich scrollen muss.
Vielleicht helfen diese Lockvogelangebote aus Pausieren, Downgrade oder 50% Preisnachlass?
Erneut muss man erst ganz nach unten scrollen, um mit dem Kündigungs-Button fortsetzen zu können.
Das nächste Darkpattern: Kündigung nicht ohne (Pflicht-)Angabe eines Grundes. Es werden bewusst sehr viele Optionen angeboten, die man alle auch durchlesen muss.
Ob da jemand mit DID etwas anfangen können wird?
Das letzte Darkpattern: Eine Woche Bedenkzeit.
In diesem Sinne,
viel Spaß bei Eurem DI-Day.
Euer, Tomas Jakobs