21. Januar 2025, 19:30

Opensource für Business und Mittelstand

Wo wird nach den saftigen Preiserhöhungen um 40% nicht über einen Wechsel aus den unkalkulierbaren Software-Abos nachgedacht.1 Der Elefant im Raum heißt Microsoft mit seiner Windows-Zugangsplattform.2 Ein Unternehmen, das nicht wirklich in Geldnot steckt.3 Es betrifft aber auch andere Anbieter von proprietärer Software wie Broadcom, das nach der vmware-Übernahme mit teilweise existenzbedrohlichen Lizenz- und Preisanpassungen seine Kunden schockte.4 Der europäische Cloud- und Managed-Server Spezialist Anexia fand die passende Antwort dazu in einer konsequent durchgezogenen Open-Source Exit-Strategie.5 Read more

27. November 2023, 20:45

Owncloud und die APIs

Zum letzten Microblog1 gab es mehrere Feedbacks, die eine Konkretisierung notwendig machen. Beginnen möchte ich mit dem Feedback von Peer Heinlein2, den ich freundlicherweise zitieren darf: OwnCloud hat sich auf Filesharing spezialisiert und unterstützt für eine Dokumentenbearbeitung derzeit Collabora, OnlyOffice und auch O365. Die in OwnCloud gespeicherten Dokumente lassen sich damit mit allen diesen Anbietern direkt öffnen und bearbeiten. Um O365 einbinden zu können, wird (m.W.n.) die GraphAPI benötigt. Aus diesem Grund ist es plausibel und sinnvoll, dass OwnCloud diese Lib mitbringt. Das heißt aber ja nicht, dass OwnCloud heimlich mit Microsoft-Technologie arbeitet. Das hat auch nichts damit zu tun, dass sich OwnCloud als Alternative zu Microsoft platziert - denn genau das ist es ja im Bereich Filespeicher. Aber eine Online-Dokumentenbearbeitung, die nicht von OwnCloud nativ bereitgestellt wird, über verschiedene (auswählbare) Anbieter ist ja ein starkes und sinnvolles Feature. Und wenn einige Stellen ausdrücklich O365-Unterstützung fordern (warum auch immer) kann sich OwnCloud hier erst recht als europäische Alternative platzieren (die das möglich macht), statt dass mangels O365-Unterstützung hier zwangsweise auch der allgemeine Dateispeicher zu Microsoft wandern muss. Also eigentlich gut und wünschenswert. Read more

16. Oktober 2021, 08:20

Office-Dokumente in der Nextcloud

Eine bisher mir unbekannte App habe ich beim Stöbern im Nextcloud App-Universum entdeckt. Selten schafft es etwas so schnell in meine produktive Toolchain. Die App hat den schlichten Namen “Edit Files with LibreOffice”1 und macht genau das. Nach der Installation erscheint im Web-Frontend nur ein unscheinbarer Eintrag im Kontextmenü eines Office-Dokuments. Das reicht zum Überwinden einer funktionalen Lücke zwischen Online-Editoren und dem Offline-Bearbeiten von Office-Dokumenten. Read more

9. September 2021, 07:30

Schlechte Gewohnheiten rächen sich

Hauptangriffsvektor für Malware sind geschickt getarnte Mailanlagen. Leider auch eine oft anzutreffe Praxis im Jahr 2021 sind noch immer offene Office-Dateien in Emails, die naiv und unbedarft durch die Gegend als Anlage verschickt werden. Verhaltensänderungen sind schwierig und ich kenne leider zu viele Diskussionen mit den sogenannten “heiligen Kühen” in Unternehmen, wo behauptet wird, mit derart geblockten Office-Dateiformaten in Emails, nicht mehr arbeiten zu können. Ein entlarvendes Scheinargument! Wenn die digitale Kompetenz daran scheitert, ist es um diese nicht sehr gut bestellt. Read more

2. Februar 2021, 15:29

Die MS Teams Lüge

Viele nutzen MS Teams unter der Annahme, dass Gäste problemlos in einem Webbrowser an Meetings teilnehmen könnten. Es ist Zeit, mit dieser Lüge aufzuräumen und sie endgültig in die Welt der Mythen zu verbannen. Folgende Einladung habe ich heute erhalten: Gleich aus mehreren Gründen sind solche Emails abzuweisen. Erstens unterlaufen Sie jede Awareness-Schulung zur IT-Sicherheit durch Auffordern des Anwenders zum Anklicken von Links in einer Email. Zweitens entspricht das nicht der Best-Practice und in seriösen Email-Programmen werden solche Mausklicks unterbunden. Drittens wäre es schön, wenigstens den vollständigen Link sehen und markieren zu können. Gerade für jene, die Ihr Handwerkszeug professionell und überwiegend mit der Tastatur bedienen ist jeder Griff in Richtung Maus oder Trackpad einer zu viel. Read more

24. November 2020, 10:11

Microsoft, mal wieder

Was kommt nach Datenschutzverstößen? Weitere Verstöße. Ich habe meine Liste an Vergehen heute aufgrund dieses Heise-Artikels “Anwenderüberwachung durch Microsofts Office-Software” um einen weiteren Punkt ergänzt. Hier die vollständige Liste (free to copy/use): Das Sammeln von Benutzerdaten in einem Windows 10 basierten Unternehmensnetzwerk lässt sich nicht mit verhältnismäßigen Mitteln unterbinden.1 Ein Microsoft Office Paket sammelt mit 23.000 bis 25.000 Datenpunkten deutlich mehr Metriken als ein Windows 10.2 Das Sammeln von Metriken umfasst auch Dokumenteninhalte.3 Mit Nutzung mobiler Endgeräte mit O365- oder Azure Cloudangebote erhält Microsoft by Design einen direkten Zugang auf die Postfächer lokaler Echange-Server Instanzen und speichert Daten (Emails, Kontakte, Termine) unverschlüsselt auf eigenen Servern.4 Die Abhängigkeit von Microsoftprodukten, auch Lock-In5 genannt, blockiert den technischen Fortschritt und stellt zunehmend einen strukturellen Standortnachteil dar.6 Microsoft untergräbt systematisch Best-Practice Empfehlungen und EU-Standards7 im Beschaffungs- und Wettbewerbsrecht.8 Microsoft schafft es nicht darzulegen, auf welcher Grundlage es eigene Interessen inkl. Datenweitergabe an Dritte als Auftragsdatenverarbeiter eines Auftraggebers beansprucht.9 Microsoft sammelt Arbeitsgepflogenheiten der Anwender und stellt Arbeitgebern einen minuziösen, personalisierten “Productivity Score” zur Mitarbeiterüberwachung.10 Diese neu hinzugekommene Mitarbeiterüberwachung ist nur ein Recycling einer bestehenden Funktion, die Microsoft intern seit Jahren nutzt. Dass daraus jetzt ein Produkt “Workplace Analytics” geformt wurde, überrascht nicht wirklich. Es ist ein bekanntes Anti-Pattern mit dem Namen “Function Creep”.11 Read more

3. November 2020, 10:45

Sinkender Stern: Microsoft Office

Die Geldmaschine von Microsoft bekommt Kratzer. Das schreibe nicht ich sondern die FAZ in Ihrem heutigen Beitrag: “Das Quasi-Monopol von Office bekommt Kratzer”.1 Jetzt mag jemand einwenden, die FAZ hätte in Sachen IT keine Expertise. Das könnte sogar stimmen denn zu Ihrer unbestrittenen Kernkompetenz zählt eher die Wirtschaft. Das aber sollte erst Recht zu denken geben. So kommt Microsoft der repräsentativen Studie des Marktforschungsunternehmens Nielsen2 zufolge in seinem eigenen US-Heimatmarkt auf nur noch 80%, Trend weiter fallend. Als Ursache wird die Entwicklung genannt, dass immer mehr online arbeiten und Office-Anwendungen im Webbrowser zugänglicher seien als die klassischen, fest installierten. Read more

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